The Who Meaty, Beaty, Big & Bouncy

57 „Tommy“ wird jetzt am Broadway gespielt. Wahrscheinlich hätte er da schon immer hingehört, aber es ist schwer vorstellbar, daß das jemanden unter 30 interessiert. Was den Rock ’n‘ Roll-Aspekt angeht, sind Pete Townshends ambitionierte Projekte —“.Tommy“ oder“.Quadrophenia“ —mii der Zeit nicht gerade besser geworden, und auch wenn man andere, künstlerische. Kriterien anlegt, schneiden sie nicht sonderlich gut ab. Die auf „Meaty. Beaty. Big & Bouncy“ zusammengefaßten Singles haben dagegen als Momentaufnahmen einer Ära durchaus noch ihre Berechtigung: „I Can’t Explain“ (Mod-Vorläufer der Punk-Hymne „Pretty Vacant“ mit der Message“.Ich bin high, na und“?). „Anyway. Anyhow. Anywhere“ (klassische Pubertätsprobleme). „The Kids Are Alright“ (damlicher Song ä la“.Teenies gegen den Rest der Welt“, durch Keith Moons wildes Getrommel aber halbwegs erträglich), „Pictures Of Uly“ (wahrscheinlich Townshends witzigster Text überhaupt), um nur ein paar zu nennen. Gegen Ende wird’s dann psychedelisch: „I Can See For Miles“ (besonders auf LSD). „Magic Bus“ (völlig unverständlicher Text, aber mit interessantem, bei Bo Diddley geklautem Gitarren-Riff und netter Percussion) etc. Echte Ausfälle sind nur John Entwistles langweiliges „Boris The Spider“ und“.Pinball Wizard“, Reminiszenz an den unsäglichen „Tommy“.

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