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Buchkritik

„These Girls: Ein Streifzug durch die feministische Musikgeschichte“ ist eine besondere Pop-Chronik

Von der französischen Chansonsängerin Edith Piaf bis zur australischen Indie-Gruppe Camp Cope, von großen Heldinnen bis unbekannten Künstlerinnen: Der nachhaltige Einfluss, den Frauen auf verschiedenste musikalische Stilrichtungen hatten, wird in diesem Buch untermauert. Der Band bietet interessante Einblicke und Anekdoten, beispielsweise darüber, wie ohne die Empfehlung der Pop- und Soulikone Dusty Springfield Led Zeppelin nie bei Atlantic Records gelandet wären. Auch liest man von Karen Carpenter und ihrem Schlagzeugspiel, ihrer ungeliebten Rolle als Frontfrau der Carpenters sowie über ihren zu frühen Tod, ehe man einige Seiten später erfährt, dass ihr Leben Kim Gordon zu einem Song inspirierte.

Es sind solche Verknüpfungen, die „These Girls“ zu einer besonderen Pop-Chronik machen: In hundert eindrücklichen Porträts, vielseitig verfasst von Autorinnen und Autoren wie Paula Irmschler, Kerstin und Sandra Grether sowie Linus Volkmann bietet der Sammelband nicht nur ein spannendes Lesevergnügen, sondern auch einen notwendigen Perspektivwechsel.

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„These Girls“ von Juliane Streich (Hg.), 344 Seiten, am 6. Dezember 2019 im Ventil Verlag erschienen.

Ventil Verlag

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