Till Lindemann: Rechtsmediziner Rothschild äußert sich zum Gutachten

Die Hauptsache sei, dass die Wahrheit ans Licht komme, so der Rechtsmediziner.

Markus Rothschild, der Rechtsmediziner, den die Anwaltskanzlei Schertz Bergmann beauftragt hat, ein Gutachten in der Causa Till Lindemann zu erstellen, hat sich am Mittwoch (28. Juni) öffentlich zu seinen Ergebnissen geäußert. Anfragen wie die von der Berliner Kanzlei seien nichts Außergewöhnliches, sagte der 61-jährige Kölner. Das Besondere an diesem Fall sei jedoch die Tatsache, dass er ein Gutachten nur anhand von Fotos erstellen soll. Gemeint sind die Fotos, die Shelby Lynn von sich selbst nach dem Rammstein-Konzert in Vilnius auf Twitter postete – und mit denen die Missbrauchsvorwürfe gegen Lindemann ihren Anfang nahmen.

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„Die Beurteilung von Verletzungen anhand von Bildern kommt in fünf bis zehn Prozent der Fälle vor“, so Rothschild. „Live ist ein Gutachten immer besser anzufertigen, allerdings waren die Bilder von Shelby Lynn im Zusammenhang mit ihren Schilderungen gut auszuwerten und sehr spezifisch.“ Der Rechtsmediziner betonte, was den Fall von Lindemann betrifft, völlig frei von Urteilen zu sein. „Ich kenne die Band Rammstein, auch wenn sie nicht meinem Musikgeschmack entspricht. Der Name Till Lindemann war mir bisher jedoch unbekannt“, sagte er gegenüber „t-online“. Generell sei es für ihn irrelevant, wer ihn beauftragt. Das Einzige was für ihn zähle: Die Wahrheit muss ans Licht kommen.

Im Gutachten heißt es: „Typisch für eine Fremdeinwirkung sind die Befunde aus rechtsmedizinischer Sicht indes nicht“, und: „Zwar kann auch hier allein anhand der Verletzungsbefunde eine sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung nicht ausgeschlossen werden. Umgekehrt fanden sich aber auch keine Hinweise auf eine sexualisierte Gewalt.“

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