Tim Buckley – Goodbye And Hello

Erschienen: 11. November 1967

Gerade erst 20 Jahre alt geworden, fing Tim Buckley mit diesem (seinem zweiten) Album an, seine Fühler aus dem folkigen Schneckenhaus seiner Jugend hinauszustrecken. Goodbye And Hello lässt zwar noch immer da und dort den Einfluss vom großen Vorbild Fred Neil aufschimmern. Aber die Begleitmusiker, zu denen auch Frank Zappas Gitarrist Lee Underwood zählte, sorgten mit ihren barocken, psychedelischen Arrangements und einer ungewöhnlichen Palette an Instrumenten (Slide-Gitarre. Congas, Cembalo und Vibes) für eine klangliche Intensität, die ins Narkotische geht. In einem Stück wie „I Never Asked To Be Your Mountain“ nimmt Tim Buckley die furchtlosen emotionalen Achterbahnfahrten seiner späteren Werke voraus. Auch sind bereits hier die Ansätze jazziger Improvisation zu erahnen, die den Ton seiner mittleren Periode prägen sollten. Und über allem steht natürlich dieser Gesang: androgyn, alterslos und atemberaubend elastisch – pathetisch und federleicht zugleich, und auch hoffnungslos romantisch.

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