TY – Awkward

Das beste HipHop-Album eines englischen MCs seit einer Dekade.

Die englische HipHop-Szene hat in der Vergangenheit nicht gerade durch eine große Zahl eigenständiger Produktionen geglänzt. In den letzten Monaten hat sich das aber mit den Alben von Roots Manuva und Gamma geändert. Höhepunkt dieser Entwicklung hin zu mehr Eigenständigkeit ist nun das phantastische Debütalbum AWKWARD von Ty, einem Rapper aus London, der bereits mit Szenegrößen wie MC Mell’O, DJ Pogo, Funky DL,The Nextmen und den Unsung Heroes zusammenarbeitete. Statt nur die amerikanischen Vorbilder mehr schlecht als recht zu kopieren, geht Ty in den 14 Songs seinen eigenen Weg und begeistert mit einem gelungenen Mix aus relaxt pumpenden Beats, vielschichtigen Crooves und tiefschürfenden Texten, in denen trotz aller seriösen Alltagsbeschreibungen der Humor nie zu kurz kommt. Geschickt arbeitet der Künstler in Tracks wie „Zaibo“ neben Funk-, Soul- und Blues-Zitaten sogar afrikanische Elemente in seinen Sound ein. Kein Wunder, ist Fela Kuti doch eines seiner großen Vorbilder. Und bei Stücken wie dem mit einem unwiderstehlichen Groove unterlegten „The Tale“ oder dem pulsierenden „ßreak The Lock“ integriert er behutsam Jazz-Klänge in seinen Sound.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.