Unbeirrt geht Bilty Bragg den sozialistischen Weg

Zehn Jahre ist es her, daß Billy Bragg mit Musikern wie Lloyd Cole die Bewegung „Red Wedge“ (Roter Keil) initiierte und zusammen mit der Labour-Party gegen den Thatcherismus in England ansang. Vergebens. Mittlerweile hat Bragg sein Parteibuch wegen Labours regierungstreuer Haltung im Golfkrieg zurückgegeben und sieht kaum noch Unterschiede zwischen Konservativen und Sozialdemokraten. Kampfesmüde jedoch ist er nicht. „Labour-Boss Tony Blair hat es mir leicht gemacht, Stellung zu beziehen. Wenn du heute in England dafür eintrittst, daß die Reichen mehr Steuern zahlen sollen, giltst du schon als radikaler Sozialist. Nun, dann bin ich wohl einer.“ Und das, obwohl mit der Mauer auch der Sozialismus fiel? „Klar, die politischen Veränderungen sind nicht an mir vorbeigegangen“, bekennt der 38jährige Bragg, „doch wenn ich heute für einen Sozialismus des Herzens eintrete, heißt das nicht, daß ich weniger Interesse an der realen Politik habe.“

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.