Videointerview: The Dø

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The Dø  – nicht „The Du„, nicht „The Dö„, nicht „The Do“. Einfach „The Dø“ und mit der Stimme am Ende nach unten gehen. Olivia Merilahti und Dan Levi bilden das französisch-finnische Duo. Mit ihrem zweiten Album „Both Ways Open Jaws“ veröffentlichen sie ein Album, das sich nach „A Mouthful“ gerne ein Siegertreppchen höher platzieren darf. Während sie in der Vergangenheit längst Pop und Folk zu einer Liebesheirat vermählten und spielerisch musikalische Luftschlösser zwischen den beiden bauten – hat man jetzt das Gefühl, The Dø seien reifer geworden ohne dabei bodenständig zu werden.

Ihre Musik beschrieben wir so: „Man sollte auch nicht mehr die neue Nina Persson erwarten, wenn man Merilahti zuhört. Wenn sie in „Gonna Be Sick!“ davon singt, dass sie sich gleich übergeben muss, begibt sie sich ganz klar auf das Terrain von Björk. In ruhigen Momenten ist es Joni Mitchell, beim besten Song „Slippery Slope“ kann sie sich nicht recht zwischen Rihanna und Santigold entscheiden. Levy dirigiert die Musik dazu wieder in die verschiedensten Richtungen, benutzt mehr Elektronik, setzt mehr auf Rhythmus, baut Streicher ein und betätigt allerlei Schlagwerk. Es gibt eine Menge Gründe, weshalb man sich dieses Album immer wieder anhören will. Der entscheidende ist, dass die Songs einfach besser geworden sind. To dø or not to dø? Ganz klar immer noch erstere Variante.“ (ME-Autor Thomas Weiland)

Wir trafen The Dø vor ihrem Konzert im Berliner Postbahnhof zum Interview und sprachen mit ihnen über ihre musikalischen Wurzeln, über die Liebe im Detail zum neuen Werk – und über andere Künstler.


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