Wet Leg: „Wir wollen Songs schreiben, zu denen die Leute tanzen können“

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Am 8. April erscheint WET LEG, das Debüt-Album der britischen Band Wet Leg. Die Mitglieder der Band Rhian Teasdale und Hester Chambers konnten sich bereits nach der Veröffentlichung ihrer ersten beiden Singles „Wet Dream“ und „Chaise Lounge“ über ausverkaufte Hallen und Festivalzelte in ganz Großbritannien freuen. Nun erscheinen mit „Too Late Now“ und „Oh No“ zwei neue Singles der Band, inklusive einem Musikvideo zu „Too Late Now“.

„Oh No“ behandelt dabei den manchmal deprimierenden Einfluss unseres digitalen Zeitalters auf zwischenmenschliche Kommunikation. Oder in Teasdales Worten: „Kennst du das, wenn du mit jemandem zu Abend isst und derjenige auf sein Handy schaut und einfach… weg ist“. „Too Late Now“ widmet sich wiederum der Trostlosigkeit von Dating-Apps, sowie dem Chaos der Gegenwart.

„Es geht um das Schlafwandeln ins Erwachsensein“

Ihre Inspiration zu „Too Late Now“ beschreibt Teasdale folgendermaßen: „Es geht um das Schlafwandeln ins Erwachsensein. Ich hätte nie gedacht, dass mein Leben als Erwachsene so aussehen würde, wie es jetzt ist, und ich denke, dieser Song reflektiert einige der Zwänge und Herausforderungen des Lebens. Manchmal bin ich sehr in mich gekehrt und alles kann sich sehr überwältigend anfühlen. Ich glaube, in diesem Song geht es darum, zu akzeptieren, dass sich das Leben von Zeit zu Zeit ein bisschen beschissen anfühlt. Aber vielleicht sollte man diesem Gedanken nicht zu sehr nachgeben. Nimm dir einfach etwas Zeit für dich selbst. Atme tief durch. Nimm ein Bad. Vielleicht fühlst du dich dann ein bisschen besser.“

Bei dem dazugehörigen Musikvideo führte Fred Rowson Regie. Es zeigt, wie die Band aus dem Weltraum gebeamt wird, auf der Suche nach einem erleuchtendem Schaumbad. Passend dazu sind die Bandmitglieder in Bademäntel gekleidet und tragen Handtuch-Turbane auf ihren Köpfen.

Bei der Aufnahme des Albums stand hauptsächlich Spaß im Vordergrund

WET LEG wurde zum Großteil in London von Dan Carey und Speedy Wunderground aufgenommen, sowie produziert. Für Teasdale und Chambers ging es dabei vor allem darum,  Spaß bei der Sache zu haben. „Ich wollte lustige Songs schreiben, ich wollte nicht zu sehr in traurigen Gefühlen schwelgen, ich wollte Sachen schreiben, die Spaß machen, sie zu hören und zu spielen“, so Teasdale, „aber dann sickerte auch das Traurige durch“. Trotzdem sei das hauptsächliche Ziel des Albums, Leute zum Tanzen zu bringen. Teasdale ergänzt: „Wir wollen, dass die Leute eine gute Zeit haben, auch wenn das vielleicht nicht immer möglich ist“.

Wet Leg auf Deutschland-Tour 2022 – die Termine:

  • 16.05.2022 Köln, Jaki
  • 24.05.2022 München, Milla
  • 25.05.2022 Berlin, Berghain/Kantine


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