Willy Moon – HipHop rettet Rock’n’Roll

Junger Typ, auf 50s gestylt, Majorvertrag. Doch wer jetzt an Jimmy Ray oder Dick Brave denkt, liegt falsch. Zwar bedient sich auch Willy Moon – bürgerlicher Name, wie er sagt: „irrelevant“ – an den Strukturen des Prä-Beatles-Rock’n’Roll, durchbricht ihn aber beständig mit HipHop-Beats aus dem Laptop. „Krass und geil zugleich“, nennt das die Onlineplattform klatsch-tratsch.de. Wirklich interessant macht den gebürtigen Neuseeländer aber erst sein Hang zur Übersteuerung: Gerade mit seinem Video zur Single „Yeah Yeah“ geht er deutlich über die Kategorien Hommage und Karikatur hinaus und betritt einen cartoonhaften Kosmos der Absurdität, wie man ihn aus frühen Videos von Missy Elliott und Busta Rhymes kennt. Nach einem gefeierten Showcase-Auftritt im Berliner Berghain präsentiert Moon sich hierzulande erstmals bei den Festivals Hurricane und Southside einem größeren Publikum.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.