Highlight: Mit Rammstein, Kollegah, Nirvana und The Cure: 10 Songs, die für Skandale sorgten

Zum Todestag von Kurt Cobain: Chris Cornell, Moby, Duff McKagan, Patti Smith u.a. sprechen über den Nirvana-Sänger

„I’d rather be dead than cool“, so ein schal anmutendes Zitat von Kurt Cobain, jährt sich doch der Selbstmord des Nirvana-Frontmanns am 05. April zum zwanzigsten Mal.

Mit ihrem zweiten Album NEVERMIND schufen sich Nirvana einen wohl ewigen Platz in der Hall of Fame: Das Album gilt als einer der wichtigsten Meilensteine in der Musikgeschichte und wurde über 30 Millionen Mal verkauft. 2003 wurde der Tonträger auf Platz 17 der 500 besten Alben aller Zeiten des amerikanischen Rolling Stone Magazins gewählt und ist somit das höchstplatzierte Album der 1990er Jahre. In unserer Liste der 700 besten Songs aller Zeiten landete „Smells Like Teen Spirit“ auf Platz 7 – und damit vor „Drain You“ auf Platz 213, „Lithium“ auf Platz 385, „Come As You Are“ auf Platz 408 und „All Apologies auf Platz 599. In unserem Leservoting habt Ihr „Smells Like Teen Spirit“ auf Platz 2 Eurer 100 liebsten Songs aller Zeiten gewählt.

Unser Autor Marcel Anders hat im Lauf der letzten Jahre zahlreiche Künstler interviewt und sie unter Anderem auch zu ihrer Meinung über Nirvana und Kurt Cobain befragt. „Was NEVERMIND so kraftvoll macht, ist, dass es die Musiklandschaft verändert hat. Ich meine, es hat die „hair bands“ beendet und den Alternative Rock zum Mainstream erhoben. In gewisser Hinsicht war das eine fürchterliche Sache, weißt Du. Weil NEVERMIND halt die Tür aufgestoßen hat für Limp Bizkit und Puddle of Mudd. Also hatten sie beziehungsweise das Album ’ne Menge Blut an ihren Händen kleben“, schmunzelt etwa Moby über den Erfolg des Albums, während sich Brandon Boyd, Sänger von Incubus, an den Schauder erinnert, den er spürte, als er NEVERMIND zum ersten Mal hörte: „Nevermind war das allererste Rock-Album, das ich mir je angehört habe, und ich habe es von vorne bis hinten geliebt. Davor gab es keine Alben, die mich erschaudern ließen, aber mit NEVERMIND fühlte ich es vibrieren, ich war richtig stolz, dass ein derartiges Album endlich existierte. All der ganze Hair- und Glam-Metal, den es davor gab, all die Musik, die mir fast schon peinlich war, die wurde mit NEVERMIND endlich abgelöst.“



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