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Lollapalooza Berlin: Petition gegen neue Location gestartet

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4 Kommentare

Kaum haben die Lollapalooza-Macher den Umzug vom Flughafen Tempelhof in den Treptower Park bekannt gegeben, regt sich Widerstand im Internet.

Der Nutzer „La Haine“ hat unter change.org eine Petition ins Leben gerufen, die sich mit der Bitte an das Bezirksamt Treptow-Köpenick wendet, das Festival nicht auf der Grünfläche im Ostteil Berlin stattfinden zu lassen. Begründet wird dies damit, dass der Park am östlichen Rand des Berliner S-Bahn-Rings nicht für eine Großveranstaltung mit über 40.000 Gästen gedacht sei und der Besucheransturm Pflanzen und Tiere im Park schädigen könnte. Als Alternativ-Veranstaltungsort schlägt „La Haine“ den Zentralen Festplatz in der Nähe des Flughafen Tegel vor.

Einerseits kann man die Sorgen der Naturliebhaber nachvollziehen, andererseits zeigt sich an diesem Beispiel Berlins spießiges Gesicht. Weltweit finden etliche Festivals auf städtischen Grünflächen statt, oftmals werden dabei sogar Projekte eingebunden, die den Besuchern einen nachhaltigen Umgang mit der Natur nahebringen, wie etwa beim Oyafestivalen im norwegischen Oslo.

Man kann nur hoffen, dass das Bezirksamt Treptow-Köpenick dieser Forderung nicht nachgibt. Das Lollapalooza Berlin 2016 im Treptower Park kann eine riesige Chance sein, zehntausenden Besuchern die Kultur und die Natur der Bundeshauptstadt nahezubringen.

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Kommentare
  • LaHaine

    Ich habe diese Petition gestartet, da ich oft durch den Treptower Park jogge und jeden Baum und Strauch kenne. Die Ruhe des Parks ist immer eine willkommene Abwechslung zum Görlitzer Park, den ich direkt vor der Tür habe und der extreme Übernutzungserscheinungen zeigt. Jetzt soll im Sinne des Massenkonsums der Treptower Park genau so zertrampelt werden. Der Treptower Park wird schon durch die nahende Autobahnverlängerung bedrängt, er muss geschont und nicht noch mehr gequält werden: http://change.org/treptowerpark

  • Jan Beddies

    Der Park in Oslo beinhaltet m.E. keine Kriegsgräberstätte mit über 7.000 Gräbern. Die vermeintlich spießigen Anwohner bekommen gerade eine neue und sinnlose Stadtautobahn vor die Fenster gebaut. Vielleicht ist es ja nachvollziehbar, dass man sich über eine weitere sinnlose Lärmquelle nicht unbedingt freut. Insbesondere da in der Vergangenheit sämtliche für die Anwohner gedachten Feste (Treptow in Flammen, Treptower Hafenfest etc.) zum Schutz des Parks nicht mehr genehmigt wurden.

    Der Autor möge mal Bescheid geben, wenn er seinen Vorgarten frisch instand gesetzt hat. Dann kommen wir auch alle mal vorbei und feiern eine laute Party. Er wird das ja nicht mit einem spießigen Gesicht untersagen wollen…

    • Dominik Sliskovic

      Lieber Jan Beddies,

      niemand hat behauptet, dass das Lollapalooza auf der Fläche der Kriegsgräberstätte stattfinden wird.

      Des Weiteren ist der Park nicht Ihr Vorgarten und somit Ihr Vergleich obsolet.
      Das „Mutter“-Lollapalooza in Chicago, USA, findet übrigens ebenfalls in einem städtischen Park statt, dem Grant Park. Dieser ist die grüne Lunge Chicagos und noch einmal wesentlich zentraler gelegen, als der Treptower Park in Berlin. Dort herrscht seit Jahren eine friedliche Koexistenz zwischen Festivalbesuchern und Anwohnern, eben weil die Stadt Chicago und das Lollapalooza-Team eng miteinander arbeiten, um die Besucher für die Umwelt zu sensibilisieren.

  • Funkemariechen

    Mit Verlaub, werter Dominik, das ist schon ziemlich frech, wie Du einfach mal so die Menschen, die nicht ganz nachvollziehen können, warum eine Veranstaltung mit täglich rund 40.000 (zahlenden) Besuchern in einem ‘Gartendenkmal’ stattfinden muss, als ‘spießiges Gesicht Berlins’ bezeichnest. Schau ich mir Dein aktuelles Facebookprofil an, u.a. mit Deiner Liebe zu süßen Pinguinen, würde ich Dich auch nicht gerade auf die Berliner Top-Of-The-Hip-Liste setzen. Aber darum geht es nicht: hier machen sich nicht nur die Anwohner berechtigt Sorgen um einen sehr besonderen und sehr empfindlichen Fleck Natur inmitten Berlins. Es gibt keinen einzigen triftigen Grund, das Festival Lollapalooza unbedingt dorthin verfrachten zu müssen, außer: ist schön da. Woanders in Berlin ist aber auch schön, die Voraussetzungen und Infrastruktur aber noch besser, als im Treptower Park. Andere Veranstaltungen (Hafenfest) und auch traditionelle Festivals auf der Insel der Jugend, die keinen Eintritt verlangen, werden seit Jahren vom Bezirksamt Treptow abgewiesen – warum wird dann jetzt ein solches Festival genehmigt, dass 70% der Parkfläche bespielen will und auch noch horrenden Eintritt kosten soll? Warum, Dominik? Weil u.a. der Tim Renner es so will, weil Mr. Berlinpopkultur es den Veranstaltern versprochen hat. Und bestimmt nicht, um den Festivaltouristen die schöne Natur Berlins nahe zu bringen, wie Du allen ernstes schreibst. Dominik, les Dir Deine eigene Schreibse da oben nochmal durch. Ein paar Gedanken und nicht sturer Trotz würden sicherlich helfen, da einiges nochmal zu revidieren. Deine Spießerin Maria.

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