Alben

We Have Band 4.5 Stars
Ternion

Drei Engländer und ein Musterbeispiel für Verselbstständigung im Elektro-Rock

We Have Band - Ternion Foto: Naïve/Indigo We Have Band - Ternion Ja, wo sind sie denn? Anders gefragt: „Where Are Your People?“ Es ist nachvoll­ziehbar, dass We Have Band jetzt diese Frage stellen. Es ist ihr zweites Album, da ist man sich unsicher, ob man wirklich etwas erreicht hat. Zumal die Band auf einem Terrain unterwegs ist, das hinreichend ausgekundschaftet ist. Musik, durch die sich der Rhythmus der Clubs zieht, die zum Teil im Elektro zu Hause ist und auch ein Stück weit Pop sein will, ist nun wirklich schon probiert worden. Aber man kann das Londoner Trio beruhigen. Es hat Fortschritte gemacht, weil es seinem eigenen ganz persönlichen Gefühl folgt. Für dieses Gefühl liefern We Have Band sogar eine Umschreibung: „Come alive and facilitate me, wash away and elevate me, come and see, it’s not accepted what we try, we are defective“. Es geht darum, Aufregung zu erzeugen. An die Spitze einer Bewegung können sich aber ruhig andere setzen. Aus dieser entspann­ten Haltung heraus gelingt Darren Bancroft und dem Ehepaar Dede und Thomas Wegg-Prosser der ein oder andere Coup. Mit dem bohrenden Synthie-Sound von „Steel In The Groove“ können sich auch Hörer identifizieren, die im Industrial-Sound zu Hause sind. „Tired Of Running“ ist ein besonnener Aufruf zum Widerstand gegen die Hast der Zeit. In „Watertight“ entdeckt man Gesangsharmonien aus dem Ladytron-Lager. Und immer wieder peitschen Tribal-Trommeln. All das macht die Frage überflüssig, wo denn wohl die Leute sind. Sie werden schon kommen. Key Tracks: „After All“, „Steel In The Groove“, „ Tired Of Running“

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