1. Allgemeine Verunsicherung


Die erste allgemeine Verunsicherung kam, als sich die österreichische Revue-Band dem deutschen Dieter-Thomas Heck gegenübersah: „Wir hatten als dumme Österreicher doch keine Ahnung, was da läuft. Im Nachhinein ist man immer klüger.“ Das Rocktheater „1. Allgemeine Verunsicherung“ war in der ZDF-Hitparade gelandet. Ausgerechnet mit einem Song, der das Business bissig karikiert: Ihr „Alpen-Rap“ ist eine Satire auf die sensationslüsternen Praktiken der Musikmanager. Der Sepp soll rappen, doch der knödelt den quirligen Agenten (“ To be on top is our job“) mit seinem tumben „Ho, ho, ho“ solange voll, bis sich der vom Dach der Bergwelt stürzt.

Bei der „1. Allgemeinen Verunsicherung“ hingegen ging es bergauf mit dem Stück. Seit fünf Jahren SDielen sie sich die Finaer dick.

jetzt ging es gleich zum Heck. Der hatte derweil noch mit Geier Sturzflug zu ringen. Weil sie bei ihrem Heck-Paraden-Debüt im „Bruttosozialprodukt“ live die Zeile „am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder“ alternativ sangen: ….. und holt sich einen runter“, sollten sie bei dem CDU-Sauber-Dieter nicht mehr reinkommen.

Krankheitsbilder behandelt das neue Programm der I.Allgemeinen Verunsicherung, das ab 8. November bis zum 15. Dezember auf bundesdeutschen Bühnen zu sehen sein wird. Die gerade erschienene LP zur Tour, SPITALO FATALO, ist nicht hitparadenverdächtig – im angenehmen Sinn. „Wir sind die gleichen Menschen wie vorher“, kommentiert der erste allgemein Verunsicherte, Günter Schönberger, den plötzlichen Verkaufserfolg der Band. „Nur etwas nachdenklicher.“