16 Some Kind Of Monster

2003, Regie: Joe Berlinger, Bruce Sinofsky

Schwer zu sagen, ob es einfach Dummheit oder doch eine Anwandlung von Ehrlichkeit gewesen ist,die Metallica dazu bewog,“Some Kind Of Monster“ in dieser Form in die Kinos zu bringen. Was als 08/15-Band im-Studio-und-auf-der-Bühne-Doku geplant war, entwickelte sich zum intensiven, schmerzhaften und entlarvenden Psychogramm einer Band, das von den blitzsauber inszenierten Rockstar-„Dokumentationen“ der letzten Jahre meilenweit entfernt ist. Sänger James Hetfield— eben aus der Entzugsklinik zurück, wo er seine Alkohol- und Tablettenabhängigkeit bekämpfte-würgt sich am Mikrofon die Songs des st. anger-Albums aus dem frisch entgifteten Leib. Ein vom Management engagierter Psychotherapeut soll die Spannungen in der Band kontrollieren und den Umgang der annähernd 40-jährigen (bösen) Buben untereinander überwachen-trotzdem ist die Stimmung in der Band von Aggressionen und Frustrationen geprägt.

Szenenapplaus: Sei einem Streit stehen sich Hetfield und Schlagzeuger Lars Ulrich wie Jack Nicholson und Adam Sandler auf dem Film plakat zu „Die Wutprobe“ gegenüber. Klassisches st. anger-Management.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.