„1984“ von George Orwell ist jetzt das meistverkaufte Buch bei Amazon

Donald Trumps Ernennung zum US-Präsidenten hat sich nun auch auf den Literaturmarkt ausgewirkt.

Nachdem Kellyanne Conway, die PR-Beraterin von Donald Trump, am vergangenen Montag in einem Interview den Ausdruck „Alternative Facts“ konstruiert hat, steigen die Verkäufe des Klassikers „1984“ von George Orwell an. Inzwischen führt das Buch sogar die internationale Bestsellerliste des Online-Versandhauses Amazon an.

Etliche Kommentatoren hatten die Formulierung „Alternative Facts“ als Orwellschen „Neusprech“ bewertet; eine erfundene Sprache, die dazu dient, individuelles Denken zu eliminieren. Eines der ersten Medien, das diesen Vergleich zog, war der „Fake News“-Sender CNN (O-Ton Trump) in der Gesprächsrunde „Reliable Sources“. Insbesondere der Begriff „Doppeldenk“, der es erlaubt, zwei widersprüchliche Wahrheiten zu akzeptieren, wird seitdem in diesem Zusammenhang herangezogen.

Offensichtlich wollten sich zahlreiche Amazon-Kunden von den nicht ganz fernliegenden Parallelen zwischen dem Schreckensszenario von Orwell und der frischen Präsidentschaft von Trump überzeugen. Der Roman aus dem Jahr 1949 skizziert einen totalitären Überwachungsstaat.

Wer sich das Buch nicht bei Amazon bestellen möchte, kann sich „1984“ auch hier (auf Englisch) anhören:

 

 

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