3 Fragen an:


Chuck D "Defjam hat mich ziemlich übers Ohr gehauen"

Dein aktuelles Album ‚Autobiography Of Mistachuck‘ erscheint nicht bei deinem langjährigen Label ‚Def-)am‘, darüber hinaus kritisierst du in dem Song ‚Free Big Wiltie‘ schwarze Label-Bosse, die Parties auf Yachten feiern und Rolex tragen, statt sich über die Probleme der afro-amerikanischen Community Gedanken zu machen. Meinst du damit Def Jam-Chef Russell Simmons?

Ich meine damit Russell, ich meine damit Suge (Suge Knight, Chef von Deathrow Records), ich meine damit Sean „Puffy“ Combs (Chef von Bad Boy Entertainment) und ich meine damit Andre Harrel (Präsident von Motown). Sobald diese Leute das erreicht haben, was sie sich zum Ziel gesetzt haben, unterscheiden sie sich nicht von den weißen Plattenbossen, die unsere Musik ausbeuten. Was Defjam betrifft: die haben mich ziemlich übers Ohr gehauen. Leider muß ich mit Public Enemy noch weitere Platten für das Label machen. Es gibt Public Enemy also noch? Sicher. Public Enemy wird es immer geben. Im nächsten Jahr wird eine Platte namens ‚Afraid Of the Dark?‘ kommen und dann wird noch eine Compilation mit B-Seiten und Remixen veröffentlicht.

Gibt es noch weitere Pläne?

Viele. Ich werde eine Biographie über Public Enemy schreiben. Darüber hinaus bin ich gerade in Verhandlungen mit einem Fernsehsender über eine eigene Edutainment-Show. Mit der soll dann mein Vergleich, daß Rap das CNN der Schwarzen ist, auch im Fernsehen Wirklichkeit werden, (hh) Carlton Ridenhour alias Chuck D ist der Kopf der Agit-Rap-Truppe Public Enemy