Inside Hollywood

Man hat es immer geahnt: die Traumfabrik ist ein Albtraum. Nein, man möchte nicht mit ihm tauschen: Filmproduzent Ben (Robert De Niro), aufgerieben zwischen einer kalt kalkulierenden Studiochefin, teuren Ex-Frauen, einem exzentrischen Regisseur und Berserker Bruce Willis (der sich selbst spielt), ist in einer Parallelwelt gefangen. „Das Filmgeschäft“, doziert Willis, „ist eine hirnlose, grausame Geldmaschine. Da laufen Zuhälter und Diebe frei herum, und gute Menschen gehen vor die Hunde. Aber es hat auch seine negativen Seiten.“ Test-Screenings etwa, in denen der kleinste gemeinsame Nenner ausgelotet wird, und nicht zu vergessen: all die Hierarchien, und damit verbunden all die kleinen Lügen, die Schleimereien, der Opportunismus und die vielen Pillen, die das alles erträglich machen sollen. Das Schöne daran: „Inside Hollywood“ und sein Hauptdarsteller De Niro sind nicht weinerlich, mahnen weder hehre Kunst noch sonstige Weltverbesserung an. Denn alle haben eine Macke, erst recht die Künstler und Weltverbesserer. Das System steht, es geht ums Geschäft. Und darum, halbwegs unbeschadet zu überleben. Eine fast perfekte Tragikomödie und vermutlich sogar ein klasse Dokumentarfilm. Aber Letzteres kann natürlich nur beurteilen, wer tatsächlich „Inside Hollywood“ ist.

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