Neil Young – Harvest

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Gerne mal als Ansammlung von Heuschober-Schiebern missverstanden, hievte Neil Youngs viertes Solowerk die Karriere des Kanadiers auf die nächste Ebene – nicht zuletzt dank des Smash-Hits „Heart Of Gold“, mic dem sich der damals 26-Jährige neue Hörerschichten erschloss. Gewiss: „Out On The Weekend“, „Old Man“, das programmatisch betitelte „Are You Ready For The Country“ und der Titeltrack verbreiten – auch des ultralässigen Musizierens der Stray Gatorswegen-eine nachgeradebukolische Atmosphäre. Aber da sind eben auch die vom London Symphony Orchestra befeuerten Dramofette „A Man Needs A Maid“ und „There’s A World“, das nur von einer einsamen Akustikgitarre begleitete junkie-Requiem „The Needle And The Damage Done“, die Rassisten-Anklage „Alabama“ und das sperrige „Words (Between The Lines Of Ages)“ – alles Songs, die so gar nicht ins Bild vom ländlichen Idyll passen – und HARVEST zu einem der schillerndsten, vielschichtigsten Alben im an schillernden, vielschichtigen Alben nicht armen Young-Schaffen machen.

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