Augenblick

„Das audiovisuelle Gesamtkonzept ist der Schlüssel zu Kraftwerk„, konstatierte der Musikexpress im August 2009 anlässlich der ersten Konzerte der Band mit 3-D-Visuals in Wolfsburg. Da flogen die Pillen beim Song „Vitamin“ scheinbar zum Greifen nahe in den Zuschauerraum (Foto). Mittlerweile hat sich der Kunstbetrieb dem Phänomen Kraftwerk angenommen, was einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Selbsthistorisierung der Elektropioniere bedeutet, oder so: Kraftwerk sind reif fürs Museum. Die Ausstellung „Kraftwerk. 3-D Video-Installation“ wird von Samstag, 15. Oktober, bis Sonntag, 13. November, im Kunstbau der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München gezeigt. Die von dem Kunsthistoriker Matthias Mühling kuratierte 3-D-Videoinstallation mache „zum ersten Mal die von Kraftwerk programmierte Bild- und Tonwelt als immersives Gesamtkunstwerk außerhalb des Konzertsaals erfahrbar“, heißt es aus dem Lenbachhaus. Ende November erscheint im Verlag Schirmer/Mosel begleitend das Buch „Kraftwerk 3D“ mit 60 Farbtafeln und 3-D-Brille. Für die drei Kraftwerk-Konzerte im Vorfeld der Ausstellung am 12. und 13. Oktober (20 und 24 Uhr) in der Alten Kongresshalle in München sind natürlich seit Wochen keine Karten mehr erhältlich.

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