Ice Cube – Amerikkka’s Most Wanted

Beim Geld hört die Freundschaft auf. Jerry Heller, der weiße Manager der kontroversen schwarzen Gangster-Rapper von N.W.A., wollte deren Leadstimme und Hauptsongschreiber Ice Cube über den Tisch ziehen. Der hat darauf prompt seine obligatorische L. A. Raiders-Baseball-Kappe genommen und sie bei einer anderen Plattenfirma an die Garderobe gehängt. Als Produzent für die schmerzhaft realistischen Street-Geschichten und die chauvinistische Zuhälterromantik seines Solo-Debüts konnte er das Public Enemy/Bomb Squad-Team (einschließlich Chef-Demagoge Chuck D) gewinnen. Zusammen zünden sie 16 Hardcore-HipHop-Sprengkörper, die jederzeit im Club, im Autostereo, im Ghettoblaster oder über die Wohnzimmer-Anlage detonieren können – ob als P.Funk-Ableger („The Nigga Ya Love To Hate“), als James-Brown-Filmthema („Who’s The Mack“) oder als spaßige Oldschool-Party-Erinnerung („I’m Only Out For One Thang“). Mörderischer als die Polizei erlaubt.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.