George Harrison

Um auf Nummer Sicher zu gehen, wählte George Harrison für sein Live-Comebaclc nach über zehn Jahren das begeisterungsfähige Japan. Doch mit diesen Auftritten in Tokio und Osaka hätte der komplexgeplagte Harrison überall bestehen können: Die Unterstützung seines Freundes Eric Clapton zahlte sich voll aus. Bei schimmernden Pop-Evergreens wie ,Here Comes The Sun“ oder While My Guitar Gently Weeps‘ ist es ein wehmütiges Gefühl, als ob der alte Horowitz noch einmal Chopin spielt: Manch schräger Ton in Harrisons melancholischer Stimme mischt sich unter das perfekte Arrangement, aber dennoch klingt alles ,richtig“. Eric Clapton und Andy Fairweafher-Low liefern routiniert elegante Gitarren-Parts, über die teuflisch raffinierten Drum-Künste von Steve Ferrone kann man sich bei Beatles-Klassikern (,Taxman°, ,lf I Needed Someone“) ebenso freuen wie bei Horrison-Hits (,Gol My Mind Set On You“). Ein freundliches, nostalgisches und technisch brillantes Album, das für das musikalische Gespür von Clapton spricht, der George Harrison zu diesem Unternehmen überredete. Claptons Band und Harrisons Hits: eine kleine Sternstunde charmanter Könner.

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