Nina Hagen :: Revolution Ballroom

Früher war der Berliner Rockröhre nichts zu verrückt — musikalisch wie privat. Vom Weltenbummler-Dasein angeödet, drang sie bisweilen sogar in außerirdische Sphären vor. Doch schon mit ihrem letzten Album (STREET) kehrte die spocige Lady aus dem Nirwana auf den Boden der Tatsachen zurück. Und genau dort scheint sie sich momentan auch am wohlsten zu fühlen. Denn ihr neuestes Werk klingt für Hagen’sche Verhältnisse geradezu .normal‘. Zwar springt die Wahl-Pariserin noch immer munter von einer Sprache zur anderen und klaut ihre Musik aus verschiedenen Erdteilen zusammen, doch geschieht dies inzwischen in einem rational nachvollziehbaren Rahmen. Weder der Disco-Rocker ,So Bad“ noch vereinzelte Blues-Adaptionen (und auch nicht Ninas Nähe zu Hot Chocolate in ,Gypsy Love‘) können Verwirrung stiften. Frau Hagen, so scheint’s, wird longsam erwachsen — was ihrer Musik letztlich nur zugute kommt. Denn mit REVOLUTION BALLROOM könnte eine der besten Stimmen der internationalen Rock-Szene endlich wieder jene Anerkennung finden, die ihr von Hous aus zusteht,

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.