Mouse On Mars :: Varcharz Ipecac/Soulfood

Ungewohnt, Mouse On Mars mal nicht auf dem Sonig-Label. Leider können wir jetzt keine interessante Background-Story vermelden, in der aufgedröselt wird, warum die Düsseldorfer Electro-Chefs gerade mal nicht mehr bei ihren Kölner Freunden vom Kleinen Griechenmarkt veröffentlichen. Sie nehmen nach wie vor in den St. Martin Ton Studios in Düsseldorf auf. sie haben für dieses Album Arbeiten der letzten drei Jahre gesammelt. In den Tracks eins bis acht spielen Mouse On Mars ihre Post-alles-Party, in der ein paar Herrlichkeiten von Heavy Metal über Krautrock bis Drum’n’Bass zerschreddert und wieder neu zusammengesetzt werden. Geopfert auf dem Altar der stukturellen Erneuerung sozusagen. Gefolgt von elektronischen Free-Jazz-Schnipseln in Sekundenlänge, abgerundet von einer Fünf-Minuten-Kakophonie aus dem Space-Müll von Sun Ra, haha, varcharz ist auf eine Art auch sehr funky geworden, eine Fortsetzung dessen, was live möglich ist. energietechnisch, so hört man aus dem Mouse-On-Mars-Camp. Wo es doch schon die Live-Greatest auf CD und Vinyl mit Booklet und Pipapo gab. Veröffentlicht wird varcharz auf Mike Pattons Ipecac-Label, das auf seiner Homepage so freundlich witzelt: „Making people sick since 1999“ Das können Mouse On Mars schon lange. Diesmal ist das Ergebnis gewöhnungsbedürftig.

www.ipecac.com

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