Emmylou Harris :: All I Intended To Be

Americana: Die große alte Dame des Country-Rock mit ihrem ersten Album seit  fünf Jahren – und einem enttäuschenden Rückzieher.

Das Spannende an ihren letzten Epen WRECKING BALL, RED DIRT GIRL und STUMBLE INTO

GRACE war, dass klassischer Country und Bluesgrass allenfalls eine Nebenrolle in ihrem Sound einnahmen, sie sich ansonsten aber auf sphärischen Rock und Pop konzentrierte. Darunter zieht All I intended tobe nun einen radikalen Schlussstrich: Es ist ihre Rückkehr zum Traditionellen und Bodenständigen. Mit Stücken aus der Feder von Patty Griffin, Michael Germino, Billie Joe Shaver, MerleHaggard und John Wesley Ruth, Gästen wie Dolly Parton, Bill Payne (Little Feat) und Kate und Anna McGarrigle sowie einem trockenen, staubigen, knarzigen Country-Sound.Den intoniert sie mal auf der akustischen Gitarre, mal mit Banjo, Fiddel und Akkordeon, aber immer mit tieftraurigen Texten über Liebe, Verlust und Verzweiflung. Doch schließlich, so singt sie in „Take That Ride“, sei sie „zu alt, um sich wirklich zu verändern“. Was schade ist: Die rockige Emmylou war einfach besser.

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