Michael Jackson: Cascio-Familie klagt wegen Missbrauchsvorwürfen – aktueller Stand

Lest hier die Details zu den Anschuldigungen.

Das Lager rund um den verstorbenen Michael Jackson steht vor Gericht. Es geht um sexuellen Missbrauch von Kindern zu Lebzeiten des Musikers. 

Fünf Geschwister gegen den King of Pop

Es geht um die fünf Geschwister der Cascio-Familie: Frank, Aldo, Marie-Nicole, Eddie und Dominic Cascio. Diese zogen gemeinsam mit ihren Eltern am Mittwoch, den 14. Januar 2026, gegen das Lager von Michael Jackson vor Gericht. Der konkrete Vorwurf lautet, alle vier seien zu Lebzeiten des Musikers von diesem missbraucht worden. Die Kinder und die Familie verbrachten viel Zeit mit dem Performer und galten sogar als dessen „zweite Familie“. Der zuständige Richter hatte allerdings schon einen Ausblick darauf gegeben, dass die Klage aufgrund einer früheren Einigung wenig Erfolg haben könnte, dies berichtete „Billboard“.

Erst Verteidigung, dann Vorwürfe

Zunächst verteidigte die Familie den King of Pop über Jahre hinweg gegen Missbrauchsvorwürfe. Am 25. Januar 2019 brachte HBO allerdings die Dokumentation „Leaving Neverland“, welche sich mit der Situation rund um den „Thriller“-Interpreten auseinandersetzte und schwere Vorwürfe gegen diesen erhob. Nach Erscheinen der Doku änderte sich die Einstellung der Geschwister drastisch und alle fünf erhoben Missbrauchsvorwürfe. Das Umfeld des Pop-Sängers schloss damals eine Einigung mit der Familie, welche eine Zahlung von mehreren Millionen US-Dollar beinhaltete. Das Jackson-Lager ließ dennoch verlauten, dass die Cascios lediglich Vorwürfe erhoben, um Geld zu erpressen.

Nun bahnt sich allerdings eine regelrechte Rechtsschlacht zwischen den beiden Lagern an. Michael Jacksons Nachlassteam behauptet nun, dass die angeblichen Opfer mit einer „erpresserischen“ Drohung, ein Gerichtsverfahren einzuleiten, sollten ihnen nicht weitere Hunderte Millionen gezahlt werden, gegen die Einigung verstoßen hätten. Mark Geragos, seines Zeichens Star-Anwalt und Vertreter der Cascios, entgegnete hingegen, die Einigung sei gänzlich ungültig, da die Familie unter Druck gesetzt worden sei, diese zu unterzeichnen.

Anwälte im Schlagabtausch

Während der Verhandlung am Mittwoch, den 14. Januar, argumentierten Mark Geragos und Marty Singer, ebenfalls ein bekannter Anwalt in Hollywood, gegeneinander. So sagte der Cascio-Anwalt, dass der ausgehandelte Vergleich für ungültig erklärt werden müsse, da die in diesem enthaltene strikte Geheimhaltungsklausel einen „Verstoß gegen die öffentliche Ordnung darstelle“. Der Anwalt des Nachlassteams bezeichnete dies dagegen als „Unsinn“ und argumentierte, dass die Familie die Einigung eindeutig freiwillig unterzeichnet habe und sogar eine noch höhere Abfindung ausgehandelt hätte.

Der zuständige Richter Michael E. Whitaker scheint leicht auf der Seite des Jackson-Nachlassteams zu stehen: In einem vorläufigen Urteil schrieb er, dass die von Frank Cascio „vorgelegten Beweise dessen Behauptung nicht stützten, er sei gezwungen worden, die Vereinbarung nach dem Motto ‚Friss oder stirb‘ zu unterzeichnen“. Zudem ließ der Richter verlauten, er werde das Verfahren voraussichtlich einstellen und die beiden Parteien wahrscheinlich zu einem Schiedsverfahren verpflichten. Er wolle die Angelegenheit aber nochmal überdenken.

Familienmitglied sichtlich emotional

Während die Familie im Gerichtssaal saß, wurde eines der Geschwister sichtlich emotional. Im Anschluss sagte der Anwalt der Familie der Presse, dass die Familie nach Los Angeles reiste, um „sich selbst ein Bild von dem Lager zu machen, welches sie Lügner nennt“. Außerdem ließ er verlauten, er wolle Berufung einlegen, sollte der Richter ein Schiedsverfahren anordnen. Der Anwalt des Jackson-Nachlassteams verweigerte sämtliche Kommentare dazu.

Michael Jackson, welcher im Jahr 2009 verstarb, wurde zu Lebzeiten nie wegen Kindesmissbrauchs verurteilt oder zur Verantwortung gezogen.

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