Crispin Glover: Schwere Vorwürfe gegen den „Zurück in die Zukunft“-Star
Ein britisches Model wirft Glover Körperverletzung, Manipulation & Zwangsräumung vor. Der Star weist alle Anschuldigungen von sich.
Der Schauspieler Crispin Glover, bekannt aus „Zurück in die Zukunft“, steht vor Gericht – wegen angeblicher Körperverletzung, unrechtmäßiger Zwangsräumung und Zufügung seelischer Belastung. Glover weist die Vorwürfe entschieden von sich.
Laut Anklageschrift soll er ein Model aus dem Vereinigten Königreich manipuliert, sie unbezahlt für sich arbeiten lassen und sie anschließend aus seinem Zuhause ausgesperrt sowie körperlich angegriffen haben.
Kennenlernen über soziale Medien
Die Klägerin schilderte vor Gericht, sie habe den Hollywood-Star angeblich im Jahr 2015 über soziale Medien kennengelernt, woraufhin er ihr regelmäßig geschrieben habe. Bei einem Treffen in Dresden 2023 zeigte er ihr ihrer Aussage nach seine Erinnerungsstücke an den Nationalsozialismus. Trotz dieser Begegnung soll sie den Kontakt aufrecht gehalten haben.
Versprechen und Umzug nach Los Angeles
2024 habe Glover ihr eine Wohnung in Silver Lake, einen Assistenzjob sowie Kontakte nach Hollywood versprochen. Daraufhin gab sie ihre Wohnung in Europa auf und zog nach Los Angeles. Ohne soziale Kontakte in den USA habe Crispin Glover sie angeblich gezwungen, mit ihm zusammenzuleben und seine Freundin zu sein – er habe sie festgehalten und ihr gesamtes Sozialleben überwacht, schilderte sie im Prozess.
Vorfall am 2. März 2024
Die Klägerin gab an, am 2. März 2024 das Haus verlassen haben zu wollen, um eine Moschee aufzusuchen. Glover soll daraufhin gedroht haben, sie auszusperren, falls sie gehe – was er bei ihrer Rückkehr ihr zufolge auch tat. Da sich ihre Katzen noch in der Wohnung befanden, versuchte sie, in das Haus einzudringen. Dabei soll Crispin Glover sie angeblich körperlich angegriffen haben. Auf Fotos der Frau sind eine Wunde und eine Narbe zu sehen, die der Schauspieler ihr zugefügt haben soll. Zudem behauptet sie, er habe der Polizei eine falsche Aussage gemacht und sie als Einbrecherin gemeldet.
Widersprüchliche Aussagen über den Polizeieinsatz
Gegenüber „TMZ“ erklärte die Strafverfolgungsbehörde, die Polizei habe an diesem Tag einen Anruf erhalten, jedoch keine Festnahmen vorgenommen. Der Mime habe einen Übergriff durch einen Mann und eine Frau gemeldet. Das stünde im Widerspruch zur Darstellung eines Sprechers des Schauspielers, der im Prozess aussagte, die Klägerin sei an jenem Tag festgenommen worden. Im Anschluss habe Crispin Glover eine einstweilige Verfügung gegen das britische Model erwirkt.
Die Frau verklagt Glover nun auf Schadensersatz. Öffentlich hat er sich bislang nicht zum Prozess geäußert.


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