Labubu kommt ins Kino: Das Grinse-Monster wird zum Filmstar

Labubu wird zum Kinohelden: Paul King inszeniert das Grinse-Monster von Pop Mart für Sony Pictures. Was hinter dem Projekt steckt.

Labubu, das kleine Monster mit dem breiten Grinsen, wird zum Kinohelden. Der chinesische Hersteller Pop Mart plant gemeinsam mit Sony Pictures eine Verfilmung der Figur. Regie führen soll Paul King, der mit Filmen wie „Paddington“ und „Wonka“ gezeigt hat, wie man eigenwillige Figuren visuell extravagant inszeniert. Am Drehbuch arbeitet unter anderem Steven Levenson, während Labubu-Schöpfer Kasing Lung als ausführender Produzent beteiligt ist.

Geplant ist ein Mix aus Live-Action und CGI. Konkrete Details zu Starttermin, Cast oder Handlung gibt es noch nicht. Die Verfilmung baut auf dem weltweiten Hype auf, den Labubus 2024 auslösten.

Blindbox-Hype und Sammlerwahnsinn

Bekannt geworden sind Labubus primär durch Sammeltrieb. Pop Mart hat die Figur über sogenannte Blindboxen weltweit zum Star gemacht – kleine Überraschungspackungen, bei denen erst nach dem Öffnen klar wird, welche Version man gezogen hat.

Das Prinzip wirkt simpel, ist aber effektiv: Künstliche Verknappung, limitierte Editionen und anhaltender Social-Media-Hype treiben die Nachfrage weiter an. Unboxing-Videos, Sammel-Communities und immer neue Variationen haben Labubu zu einem globalen Phänomen gemacht. Inzwischen existieren Hunderte Varianten, einige davon streng limitiert. Auf dem Zweitmarkt erreichen seltene Figuren Preise, die weit über dem ursprünglichen Verkaufspreis liegen. Labubu ist damit weniger Spielzeug als Sammlerobjekt und Teil einer visuellen Internetkultur.

Wer sind Labubus?

Der eigentliche Ursprung liegt in der Buchreihe „The Monsters“ von Kasing Lung. Labubus sind darin kleine, meist weiblich gelesene Wesen – irgendwo zwischen Monster und Elfe. Ihre markanten Merkmale: große Augen, spitze Ohren und ein breites, fast schon irritierendes Grinsen. Sie leben in einer märchenhaften Welt, die stark von nordischer Folklore geprägt ist.

Inhaltlich tauchen sie in Geschichten und kleinen Episoden auf – Begegnungen, kurze Abenteuer, fragmentarische Erzählungen. Labubu selbst bewegt sich als eine Art Trickster zwischen verspielt und chaotisch, mal unschuldig, mal beinahe unheimlich. Eine klassische Heldenreise oder durchgehende Handlung gibt es nicht. Stattdessen lebt die Welt von Stimmung, Design und Figurenkonstellationen.

Was könnte der Film daraus machen?

Für den Film ist das eine besondere Ausgangslage: Die Buchreihe liefert Figuren, Welt und Atmosphäre, aber keine fertige Story. Paul King und sein Team müssen daraus eine zusammenhängende Handlung entwickeln, die die Eigenheiten der Labubus bewahrt.

Vermutlich wird der Film auf die visuell ausgeprägte, skurrile Seite setzen und zugleich zugänglich für ein junges Publikum bleiben. Ob er die fragmentarische Magie der Bücher einfängt oder eine neue Story daraus formt, bleibt abzuwarten.