„Ketamin-Königin“: Matthew Perrys Stiefmutter fordert Höchststrafe

Matthew Perrys Stiefmutter Debbie Perry erhob vor Gericht das Wort – mit klaren Forderungen.

Fast drei Jahre nach dem Tod von Matthew Perry rückt der Fall erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. In einer Anhörung zur Strafzumessung forderte seine Stiefmutter Debbie Perry  die Höchststrafe für die als „Ketamin-Königin“ bekannte Dealerin Jasveen Sangha.

Der durch „Friends“ international bekannt gewordene Schauspieler kämpfte lange mit Suchtproblemen, die er in Interviews offen thematisierte. Im Oktober 2023 starb Perry im Alter von 54 Jahren an den akuten Folgen seines Konsums, verstärkt durch einen Unfall im Whirlpool. Seine Familie beschreibt den Verlust als tiefen Einschnitt, dessen Folgen bis heute spürbar sind.

Wer ist Jasveen Sangha?

Jasveen Sangha wird in Medienberichten als „Ketamin-Königin“ bezeichnet. Sie ist eine von fünf Angeklagten in diesem Fall, die laut „People“ ein Netzwerk von Lieferant:innen gebildet haben sollen, das Perrys Sucht ausnutzte. Sangha gestand im Rahmen der Verhandlung, Perry im Oktober 2023 in mehreren Transaktionen Dutzende Fläschchen flüssigen Ketamins verkauft zu haben. Seit ihrer Festnahme im August 2024 sitzt sie in Bundesgewahrsam und plädiert als Ersttäterin dafür, dass ihre Untersuchungshaft auf eine mögliche Haftstrafe angerechnet wird.

Hintergrund des Falls

Matthew Perrys Stiefmutter Debbie Perry äußerte sich im Rahmen der Anhörung: „Wir hoffen, dass diese Strafe nicht nur meiner Familie Gerechtigkeit bringt, sondern auch ein klares Signal an alle sendet, dass der Verkauf von Drogen an verletzliche Menschen Konsequenzen hat.“ Sie betonte zudem: „Der Verlust meines Stiefsohns ist unwiederbringlich. Kein Urteil kann den Schmerz lindern, aber es kann zumindest Verantwortung zeigen.“

Laut Anklage soll Sangha dem Schauspieler mehrfach Ketamin verkauft haben – darunter Dosen, die letztlich zu seinem Tod führten. Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass sie wiederholt und gezielt an eine suchtgefährdete Person verkauft haben soll. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren, während die Verteidigung auf eine mildere Strafe plädiert und auf Sanghas fehlende Vorstrafen verweist.

Perrys Familie sieht in dem Prozess ein Beispiel für ein angeblich skrupelloses Netzwerk, das gezielt Abhängigkeiten ausnutzt. Zugleich sehen sie die Chance, ein deutliches Signal gegen illegale Medikamentennetzwerke zu setzen und das Bewusstsein für die Risiken des Drogenkonsums zu schärfen.