Avaion widerspricht Beschuldigungen: Gegenvorwürfe und Tour-Absage

In einem 17-minütigen Video bestreitet Avaion alle Vorwürfe, zeigt Chatverläufe und Dokumente – und kündigt rechtliche Schritte an. Was jetzt bekannt ist.

Knapp zwei Wochen nach dem Mitte April erschienenen Video, das seine laufende Europatour zum Stillstand brachte, meldet sich Avaion in einem rund 17-minütigen Statement-Video zu Wort. Die zentrale Botschaft: Die Vorwürfe von Vergewaltigung, Körperverletzung und emotionalem Missbrauch, die seine Ex-Partnerin unter dem Account @x.posemall öffentlich gegen ihn erhoben hatte, stimmten seiner Meinung nach schlichtweg nicht.

Die Gegenvorwürfe

Zur Untermauerung präsentiert er Chatverläufe, Polizeidokumente sowie eine eidesstattliche Versicherung und kündigt rechtliche Schritte an. Gleichzeitig erhebt er schwere Gegenvorwürfe: Morddrohungen, Stalking, eine lückenlose Kontrolle seines Lebens. Permanente Standortfreigaben bis hin zu freiwillig installierten Überwachungskameras hätten seinen Alltag geprägt.

Den Vorwurf des Stalkings weist er seinerseits teilweise zurück, räumt jedoch ein, in einzelnen Situationen Grenzen überschritten zu haben. Zudem seien angeblich viele Unbeteiligte in die Situation hineingezogen worden: Frauen aus seinem Umfeld seien ihm zufolge mit Aussagen wie „Hoffentlich wirst du vergewaltigt“ bedroht worden. Freund:innen und Familie, die er angeblich zu Unrecht in die Angelegenheit hineingezogen sieht, nimmt er ausdrücklich in Schutz.

Seiner Darstellung zufolge konfrontierte seine Ex-Freundin ihn mit konkreten Forderungen, um die Veröffentlichung des Videos noch zu verhindern – von der Absage seiner Tour bis hin zu Zahlungen von bis zu 150.000 Euro. Daraus schließt Avaion, dass hinter der gesamten Aktion ein seit Längerem geplantes Vorgehen stecke – mit dem angeblichen Ziel, seine Karriere gezielt zu zerstören. Einen weiteren öffentlichen Schlagabtausch wolle er dennoch nicht führen und kündigt eine Auszeit an. Das Statement von Avaion:

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Die Antwort von @x.posemall

In der Caption des Ursprungsvideos findet sich bereits eine Reaktion: Es soll demnach 35 bis 40 weitere Fälle von Übergriffen, Bedrohungen mit Schusswaffen und weiteren Vorfällen geben, die demnächst veröffentlicht werden würden. Avaions Aussagen bezeichnet sie in der Kommentarspalte als Paradebeispiel von „reaktivem Missbrauch“.

Weitreichende Konsequenzen

Damit stehen sich zwei vollständig gegensätzliche Darstellungen gegenüber, beide mit Chatverläufen und Dokumenten untermauert, beide mit dem gegenseitigen Vorwurf der Lüge.

Die Konsequenzen aus der Branche bestehen derweil bereits: Seine Agentur District Live sagte die Europatour „To Make People Happy“ vollständig ab. Das Open Beatz Festival strich ihn mit sofortiger Wirkung aus dem Line-up und spendet die freigewordene Gage an @metoodjs. Der Künstler BUNT. distanzierte sich bereits öffentlich, entfernte Avaion aus dem Salzburg-Show-Lineup und löschte gemeinsame Song-Credits auf allen Streaming-Plattformen.