Neil Diamond


Am 24. Januar 1945 wurde Neil Diamond im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. In der Lincoln High School kaufte er seine erste Gitarre, lernte einige Akkorde darauf und schrieb kurz danach seine erste Komposition (A Terrible Thing Called Hear Them Bells). Zu der Zeit war von einer Karriere, dass Neil Diamond je mit Musik sein Geld verdienen würde, keine Rede. Als er die High School absolviert hatte, besuchte er die New Yorker Universität und studierte dort Medizin. Neben seinem Studium schrieb er weiterhin Musik und Texte.“Ab und zu schickte er diese zur Beurteilung zu Musikverlagen. Mitten im dritten Semester rief ihn eines Tages ein Verleger an, der einen interessanten Job für ihn hatte. Neil verliess kurzentschlossen die Universität und schrieb für 50 Dollar in der Woche Songs. Sein erster Hit „I’m A Believer“, der von den Monkees aufgenommen wurde, verkaufte sich beinah 10 Millionen mal. Ungefähr ein Jahr später sang Neil seine eigene Version von „I’m A Believer“. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass es absolut kein Fehltritt war, denn Neil besetzte damit die höchsten Plätze in praktisch allen Welthitparaden. Auch der zweite Monkees-Hit „A Little Bit Me, A Little Bit You“ wurde von ihm komponiert. Danach arbeitete er für u.a. Jay & the Americans, Bobby Vinton und Andy Williams.

Selber Platten aufnehmen Anfang 1967 beschloss Neil Diamond, seine Songs selbst herauszubringen. Sehr schnell wurde er von der amerikanischen Musikzeitschrift Cashbox zum vielversprechendsten Vokalisten von 1967 gewählt. Er schrieb Hits am laufenden Band. Nummern wie „Solitary Man“, „Cherry, Cherry“, „You Got To Me“, „Girl, you’ll Be A Woman Soon“, „Brooklyn Roads“, „Holly Holy“ und „Soolai Mon“ waren alle gut für gewinnbringende Notierungen. „Crackling’Rosie“ sorgte für den grossen Durchbruch von Neil Diamond. Seine letzte Single „Song Sung Blue“ erreichte im Eiltempo die Spitze der Hitparaden. Es scheint bei Neil Diamond nicht ausschliesslich um harte Dollars zu gehen. Er fühlt sich sehr eng mit der amerikanischen Jugend verbunden und äusserte sich seinerzeit darüber: „Popmusikanten sind Fackelträger der neuen amerikanischen Kultur. Wir haben die Fackel von der wertlosen Generation übernommen, die uns den zweiten Weltkrieg, Korea, Vietnam, Alkoholismus und Umweltverschmutzung lieferte!“