Back To The Roots

Reden wir über die Wiedergeburt von Jimmy Cliff! Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre war er der erste, der Reggae in Amerika und Europa populär machte – mit Songs wie „Wonderful World, Beautiful People“ oder „You Can Get It If You Really Want“. Jimmy Cliffs Reggae-Variante war allerdings stark von angloamerikanischen Popelementen durchsetzt; Bob Marley, der nach Jimmy Cliffs großer Zeit den Reggae endgültig durchbrachte, war ihm da mit seinem roots rock um etliche Nasenlängen voraus.

Jimmy Cliff wurde in den Siebzigern dünn zu einem seichten Soul- und Reggae-Entertainer umgestaltet ausgerechnet er, der die Hauptrolle in dem jamaikanischen Schiüsselfilm „The Harder They Come“ gespielt hatte. Prompt verschwand Jimmy damals auch in der Versenkung.

Doch nun zog er plötzlich durch Deutschland, mit einer echten roots band und mit mehr Biß in den Liedern, den alten wie den neuen. In deutschen Hallen wurde gejubelt, am lautesten in Berlin (4.500 Zuhörer). Jimmy Cliff singt wieder ( und er kann singen) echten Reggae. Darauf muß man eigentlich mit „Red Stripe“-Bier aus Kingston anstoßen. Aber wo gibt’s das hierzulande?

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