Zurück nach Vienna

Die Überraschung ist Midge Ure gelungen: Während alle Welt auf die zweite Solo-LP des schottischen Pop-Bastlers wartete, schusterte Midge mit seinen alten Ultravox-Mannen still und helmlich ein neues Gruppen-Album zusammen.

Anfang Dezember stellten die englischen Synthi-Pop-Veteranen ihre LP U-VOX in Deutschland vor, zu dritt. „In den letzten zwei Jahren gab es reichlich Gerüchte, Ultravox seien am Ende“, erzählt Midge Ure im harten Glasgow-Slang. „Für uns kein Thema. Auch nicht, als Warren Cann die Band verließ. Nach meinen Solo-Erfahrungen mit anderen Drummern, wie Mark Brzezicki von Big Country, hatte ich plötzlich neue Erwartungen an einen Schlagzeuger. Warren hatte zudem kaum noch Lust und konnte sich für unseren neuen Weg in Richtung mehr musikalische Einfachheit überhaupt nicht erwärmen.“

Mehr Einfachheit? „Ja, wir wollten die Frische und Spontanität unseres VIENNA-Albums von 1980. Was schwierig zu erreichen ist. Nach drei oder vier durchgeplanten Produktionen läufst du Gefahr, ein Dinosaurier wie Genesis oder Pink Floyd zu werden. „

Trotz hörbarer Reduzierung der Synthesizer-Klangwolken bricht U-VOX allerdings kaum mit den üblichen Sounds. Auch wenn Midge Ure wieder seiner eigentlichen Leidenschaft frönt:

„Mein Gott, ich bin immer Gitarrist gewesen. Aber keiner sagt, ich habe gerade Midge Ure, den Gitarristen von Ultravox, getroffen.

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