Citeza-Moroder V16 T

Einen einzigen Sound hat Hit-Fabrikant Giorgio Moroder auf keinem Synthie gefunden: das Brüllen von 16 Zylindern. Die treiben jetzt den von Ihm entwickelten Super-Sportwagen an.

Geduckt wie ein Panther vor dem Sprung steht er da, schon die rote Farbe signalisiert: Gefahr! Giorgio Moroder (48) läßt sich in die Ledersitze fallen und dreht den Zündschlüssel. Doch erst bei gut 8000 Umdrehungen kommt die Gänsehaut auf Moroders Rücken: »Da ist Musik drin, gell? Nur so darf ein perfekter Motor klingen“. Ein Glück, daß er jetzt keinen Gang einlegt und alle 560 Pferde seines in Stahl und Aluminium verwirklichten Jugendtraumes losläßt – in weniger als fünf Sekunden wären wir auf Hundert, kurz darauf schon schneller als jeder andere Serien Sportwagen: Spitze 330 Km/h.

„Cizeta Moroder V 16 T“ heißt die nach Plänen und mit dem Geld des Südtiroler-Produzenten in Modena gebaute Flunder. Moroder hat von 16 Zylindern, 64 Ventilen und acht obenliegenden Nockenwellen und der restlichen Spitzen-Technik wenig Ahnung. Viel dagegen versteht er von Autos als Statussymbol in seiner Wahl-Heimat Beverly-Hills: “ 12-Zylinder gibt es doch an jeder Ecke“. Das Moroder-Geschoß wird jetzt in Klein-Serie weitergebaut, für Leute mit dickem Taschengeld: „Unter einer halben Million Mark ist er nicht zu haben“.

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