Dead Can Dance: Zombie-Dancefloor

-Zurück Aus Der Zukunft IV: Wo Michael J. Fox längst den Durch- und Über-Blick verloren hat, fängt das Musikforscher-Pärchen Brendan Perry und Lisa Gerrard alias Dead Can Dance erst richtig mit der Arbeit an. AION heißt das neue, mittlerweile fünfte, Lang-Werk des australischen Duos, das über den Umweg England im rauhen nordwestspanischen Galitien seine endgültige Heimat gefunden hat. Wieder lassen sie Tote tanzen, doch der Zombie-Dancefloor ist nun endgültig weder von dieser Welt noch in dieser Zeit. Der Song „Saltarello“ zeigt es noch am offensten – ein danse aus dem Italien des 14. Jahrhunderts, interpretiert mit klassischer Träte, aber gebaut auf ein Rhythmusmuster von geschmackvoll gesampelten Ethno-Trommeln nordafrikanscher Herkunft. Dead Can Dance kennt keine Unverträglichkeiten, Highland-Dudelsackpfeifer, gregorianische Mönche, Streichquartett und jemenitische Ton-Trommler spielen auf zum Tanztee der Un-Toten, überwinden Kontinente und Jahrhunderte. Perry und Gerrard versuchen dabei nie, pseudo-alchemische Magie nachzuspielen. Aber sie zeigen auf AION, daß sie verdammt nahe dran sind, aus Blei Gold zu erschaffen. Wer das braucht? Perry: „Es ist vollkommen egal, wer diese Platte kauft. Wichtig ist einzig, daß wir sie gemacht haben.“ Seltene Pflicht-Termine: Dead Can Dance spielen live am 21.10. in Hamburg und am 22.10. in Köln.

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