Heidewitzka, Herr Kapitän

Ein musikalischer Leichtmatrose war Don van Vliet alias Captain Beefheart nie. Jetzt ist er 50 Jahre alt und malt schwere Bilder.

Es war schon immer etwas schwierig, des Captains kruder Logik zu folgen:

„Nimm eine ,3′, biege sie oben nach rechts und schon hast du eine ,5′. Das ist für mich der einzige Unterschied zwischen 30 und 50. “ Fast zehn Jahre lang gab es kein musikalisches Lebenszeichen des Anarcho-Rokkers mit der 7,5-Oktaven-Stimme, daran soll sich auch nichts ändern: „Ich hab mehr als ein Dutzend Platten gemacht, das reicht eigentlich für zwei Leben. Ab und zu spiele ich für mich auf meiner Bass-Oboe, aber mit dem Malen bin ich viel glücklicher“, grinst van Vliet und ergänzt kauzig: „Ich leiste mir den Luxus, zwei Drittel meiner Bilder nach dem Malen wegzuschmeißen und die restlichen für ein Schweinegeld zu verkaufen.“

Beefhearts Werke, wie seine Musik eine wilde Mischung aus Expressivität und kindlichem Trotz, werden ab Februar in der renommierten New Yorker Michael Werner Gallery ausgestellt.

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