Newcomer Parade

Jedes Jahr dasselbe Ritual: Beim „Rock in“-Festival drängelt sich der heimische Nachwuchs Es geht zu wie bei einem Fußballturnier auf dem Dorf: Jedes Jahr messen sich Schweizer Rock-und Pop-Bands sowie Stilverwandte in einem Wettbewerb, um den hoffnungsvollsten Newcomer zu ermitteln. Erschwerend ist dabei nicht nur, daß absolute Nobodys auf Gruppen mit einigem Renommee treffen, sondern auch die stilistische Breite von Reggae bis Thrash-Metal. Die ganz große Neuentdeckung wurde zwar noch nie gefunden, doch gibt es immer wieder nette Überraschungen zu erleben.

So auch beim diesjährigen „Rockin'“, für das sich 380 Bands beworben haben. Der Spreu trennte sich erst in den Viertelfinal-Konzerten vom Weizen; zu viele Gruppen konnten live nicht das bieten, was sie auf Demokassette angedeutet hatten. Ohne Mühe spielten sich ins Halbfinale: Poison Rain (Interlaken; Mundartrock), Hillbilly Headhunters (Pseudo-Neo-Billy: Zürich), The Failures (ä la Red Hot Chili Peppers; Solothurn), Les Tonton Flingeurs (Punk Jazz: Genf), Rattlesnake (Hardrock: Genf).

Die neun ausgewählten Gruppen treten dann zum Halbfinale an, das auf den großen Open-Air-Festivals in Leysin (11. 7.). Thun (15. 8.) und Gampel (22.8.) ausgetragen wird. Die drei Bands, die auch diese, nach dem K.O.-System funktionierende Runde überstanden haben, dürfen dann am 10. Oktober zum Finale auf der Weltausstellung in Sevilla antreten, das auch von Radio und Fernsehen ausgestrahlt werden soll.

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