Die Qual der Wahl

Bush oder Clinton — ist das hier die Frage? Für den Urnengang am 3. November haben aufmerksame Beobachter der US-Popkultur zugkräftige Gegenvorschläge anzumelden. Frank Zappa mußte aus Gesundheitsgründen absagen, nun ziert Madonna die Stoßstangen. Zum Quotenausgleich der Geschichte wäre sie als weibliche Anwärterin der erste Schritt — nur wer will schon ihr „First Sir“ werden? Kein Problem für die Gegenfroktion: Priscilla stünde für President Presley allzeit bereit, meint „The Committee to Elect the King“ im sechzig Seiten starken Pamphlet „Elvis For President“. Und: Wer Elvis vorwerfe, tot zu sein, solle erst mal beweisen, daß Bush oder Clinton wirklich leben. Spaße, über die ernstzunehmende Kulturverwalter nicht lochen können. Auf die Chance einer demokratischen Regierungsübernahme bauend zeigt der amerikanische Rolling Stone volle Frontseite mit Bill Clinton. Zum Interview mit den Starschreibern des Musikmagazins erschien der Gouverneur stiigemäß im Jeans-Hemd und kürte McCartney zum Lieblingsbeatle. Die wahre Hoffnung, oder was?

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