Ach wie gut, dass niemand weiss …,

Namenloses und Rätselhaftes aus vier Jahrzehnten. Prince läßt Zeichen sprechen, led Zeppelin und Blind Faith verbannten den Titel und seilten auf bedeutungsichwangere Fotos. Tes wühlten die schneide Katalegnuntmer — "90125", Van Haien verschleierten Ihre Verliebe für oralen Sei via Zahlenspiel: .Oh, You Ate One, Too'.

… wie meine neue Platte heißt: „Qualität hat einen Namen“ dichteten einst eifrige Marketing-Profis, doch seine Majestät Prince gibt auf derlei Werbe-Weisheiten keinen Pfifferling. Nach der Devise „weniger ist mehr“ kam sein neuestes Werk schlicht als „No-Nome“-Produkt auf den Markt. Statt einem Titel gab der Zwerg aus Minneapolis einem obskuren Signet den Vorzug — die wundersame Verschmelzung der biologischen Symbole für „männlich“ und „weiblich“. Namenlose Alben haben in der Rockgeschichte bereits Tradition, pseudo-magische Zeichen ebenfalls: 1971 veröffentlichten die Briten-Hardrocker Led Zeppelin ihr viertes — unbetiteltes — Album, dessen Innenhülle keltisch angehauchte Symbole zierten. Pragmatische Fans tauften den Zep-Epos kurzerhand „Led Zeppelin IV“, den Mystikern unter den Plattenkäufern schien „Zoso“ der passendere Name. Jedenfalls avancierte Zeppelins „Unbetitelte“ zum absoluten Bestseller — Prince darf also hoffen.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.