Broon: Der große Blonde aus der schwarzen Crew

„Ach, du Schande, der Gitarrist der Sbters OfMercy hat ein Solo-Album gemacht!? Oh Gott, der wird sich ja schön einen wegfiedeln. “ Stimmt nicht! Andreas Bruhn, bekennender Hamburger und Musical Director bei Andrew Eldritchs „Schwestern“, graust es angesichts der zu erwartenden Vorurteile: „Bisher haben einfach zuviele Band-Gitarristen auf ihren Solo-Projekten ihr Instrument in den Vordergrund gestellt. Kein Wunder, wenn die Leute meinen, daß die immer nur auf ihrem Brett rumdudeln bis zum geht-nicht-mehr. „

Bruhn. der besseren Verwertung wegen zum anglophilen „Broon“ mutiert, schenkt sich die Saitenquälerei. Stattdessen winden sich von seinem gleichnamigen Debüt (Harvest) ätherische Melodien direkt ins unvorbereitete Ohr. Mal mit Druck, mal mit gesetzter Schmacht hat der eben erst 25jährige zehn untypische Pop-Perlen auf den Weg in die Plattenregale geschickt.

Sämtliche Major Companies haben um seine Unterschrift gebuhlt, gefestigt in der Überzeugung, mit Broon den ersten deutschen Überflieger zu signen. Ganz schön viel Wind für einen No Name. „Die Vorzeichen stehen gut und wenn die Firma das Ding nicht an den Mann bringt, dann hat sie leider ihren Job nicht richtig gemacht. Die Platte ist sicherlich kommerziell genug und: Sie ist einfach gut!“ In Sachen Selbstbewußtsein steht er jedenfalls seinem alten Chef Eldritch um nichts nach.

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