Mit Schwein zum Erfolg I

Es war einmal ein Amerikaner mit dem durchschnittlichen Lebensgefühl der Gegenwart: „Ich war zu Tode gelangweilt,“ sagt „Obey The Cowgod“. ,Also suchte ich ein paar Loser zusammen.“ Um „die schlechteste Band der Welt“ zu gründen. Green Jelly sollte sie heißen, und um jeden kommerziellen Erfolg zu vermeiden, kleidete man sich in geschmacklose Tierkostüme. Doch das Schicksal war gnadenlos. Ein Kollege von Obey beschloß, A&R einer Plattenfirma zu werden, nur um Green Jelly zu bekommen. „Innerhalb von drei Monaten halte er es tatsächlich geschafft.“ Green Jelly kämpften weiter für ihr Scheitern, lieferten als erstes Produkt keine Platte, sondern das Longform-Video „Cereal Killers“ ab- Doch das böse MTV pickte sich „Three Little Pigs“, einen Clip, in dem Knetfiguren zu einer simpel gestrickten Metal-Nummer tanzen, heraus und hievte ihn in die Heavy-Rotation. .Cereal Killer“ stürmte die Video-Charts, die Mosse schrie nach Tonträgern. Der inzwischen auf CD erschiene Video-Soundtrack erklimmt gerade die Billboard-Charts. Und Obey schüttelt den Kopf: “ Wir sind doch nur ein großes Kosperltheater.“

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.