Stevie Wonder – Innervisions

Schwarz, von Geburt an blind und aus äußerst ärmlichen Verhältnissen stammend – Stevie Wonder wurde dennoch zu einem Superstar des Soul. Ein Zufall brachte ihn 1962 mit „Motown“-Chef Barn‘ Gordy zusammen, der das enorme musikalische Talent des damals 12Jährigen entdeckte und ihn schnell zum Kinderstar aufbaute. Knapp zehn Jahre später hatte sich „Linie Stevie Wonder“ zum ambitionierten Komponisten und Multi-Instrumentalisten gewandelt. Fasziniert von den Möglichkeiten des Synthesizers entwickelte er immer komplexere Sound-Strukturen und ließ zunehmend auch Rock-Elemente in seine vormals konventionellen Soul-Nummern einfließen. Mit „Innervisions“‚ lieferte Wonder 1973 ein Album ab, auf dem er sowohl der Neigung zum musikalischen Experiment ausgiebig nachgab, als auch zwei unvergängliche Welthits („Living For The City'“ und „Higher Ground“) schuf. Wonder wandte sich vermehrt sozialen Themen zu und bezog engagiert Stellung zum trostlosen Alltag in den Gettos der Großstädte. Geprägt vom Wirken Martin Luther Kings beschrieb er seinen Traum einer gerechteren Welt („Visions“) und warb für die christliche Heils-Botschaft. Damit traf er nicht nur genau das Zeitgefühl, sondern hatte sich auch als „ernsthafter“ Musiker etabliert.

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