Mit ihren psychedelischen Irrfahrten kommen Yo La Tengo sicher ans Ziel

Das Ehepaar Ira Kaplan (Gitarre) und Georgia Hubley (Drums) aus Hoboken/NewYork zimmert seit 15 Jahren und neun Alben an schönen, kleinen musikalischen Welten, die sich bisweilen auf über 20minütige Feedback-Oratorien erstrecken. Neben zuckersüßen Beach-Boys-Melodien und psychedelischen Rock-Irrfahrten wagen dieCollege-Music-Veteranen auch kleine musikalische Neuerungen. Auf ihrem aktuellen Album „I Can Hear The Heart Beating As One“ überraschen Yo La Tengo (der Name ist übrigens dem Baseball-Jargon entlehnt und bedeutet „Ich hab‘ ihn“) mit Free-Jazz-Piano, Orgel und handgemachten Drum ’n‘ Bass-Elementen. Als John Cale die Band letztes Jahr in dem Film „I Shot Andy Warhol“ sah, als er also mitbekam, wie Yo La Tengo Velvet Underground darstellten, soll er – verwirrt und beeindruckt zugleich – gesagt haben: „Das war so echt. Gespenstisch.“ Stimmt, wie Georgia Hubley die Schlagzeugerin Maureen Tucker gab, das hatte schon was. Zwar floppte der Film, doch Yo La Tengo haben inzwischen eine beachtliche Fangemeinde hinter sich versammeln können. Und es gibt wohl wirklich niemanden in der Popwelt, der ihnen diesen Erfolg nicht gönnen würde.

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