Jung und wild. Generation Xed haben vor allem Spaß und Lärm im Sinn

Geschichte wiederholt sich, vergräbt und gebärt von neuem. Billy Idol ist längst verschwunden. Auch das Buch, welches den Namen seiner ersten Band hernahm, um damit die Jugend unserer Zeit zu beschreiben, ist nicht mehr in aller Munde. Doch jetzt kommen vier Berliner mit solch klangvollen Namen wie Tha-Bomb, Deadmovingtarget, Da Second Of U-Lie Metro, Smi Di Mofu Killah und nennen sich zusammen tatsächlich Generation Xed, also die ausgestrichene, nicht existente Generation. Der Vorteil: Wer nicht existiert, kann auch nichts falsch machen. Doch Generation Xed wollen keinesfalls nicht existent sein. Ganz im Gegenteil produzieren sie derart treibend-lärmende Tracks, als wollten sie das ganze Leben jetzt und sofort. Ist das irre? Oder ist das einfach nur jung und wild? Die Antwort liegt wahrscheinlich irgendwo In der Mitte. Mit ihrer Kombination aus hochgepitchen Vocals und hektischem Trance-Ton haben sie Berühmtheiten wie The Prodigy in bezug auf Speed und Punk längst überholt. Als Querverweis mag noch das (ebenfalls Berliner) Electronic-Hardcore-Trio Atari Teenage Riot herhalten, wobei Generation Xed vor allem großen und grellen Spaß im Sinn haben.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.