45 Zurück in die 80er.-Der Electroclash boomt sich gleich wieder selbst aus dem Rennen.

Um die Ecke spielten die Pet Shop Boys, dieses Jahr mit ihren wahren Frisuren und ohne ihr Fernsehballett. Und gleichzeitig beschwipsten sich in der Londoner Royal Festival Hall knapp 3000 Menschen am barocken Sündenpfuhl-Theater der New Yorker Band Fischerspooner. Der Münchener DJ Hell, der die ersten Fischerspooner-Platten herausgebracht hatte, wird mit seiner Detroit-Techno-Kraftwerk-Schmelze in den Clubs von New York und London mittlerweile wie ein Prophet empfangen. Die Musik von Peaches, Miss Kittin, Electronicat,Toktok Vs. Soffy O, das Genre Electroclash: der besser gekleidete Punk, der Spaß an der Selbstbeschränkung durch primitive Synthesizer, die Hingabe an den Fetisch – Musik für Modenschauen. Karl Lagerfeld ließ die Elektro-Rocker Vive La Fete auf dem Laufsteg spielen, das Duo Waldorf sang: „Dolce, Gabbana, Armani, Versace Gucci“. Hier fand Electroclash gleich nach dem Hochstart seinen Tiefpunkt auf dem intellektuellen Niveau der Haute Couture.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.