Trio – Trio

„Da, da, da“ – verkürzt, verknappt, verblödet? Spätestens der Auftritt der drei Großenknetener Kralle Krawinkel, Stefan Remmler und Peter Behrens in der „ZDF-Hitparade“ spaltete die Nation. Als sinnentleert verurteilten jene, die auch von Pop immer noch ein Mindestmaß an Kunstfertigkeit erwarteten, was andere als von allem Pathos und aufgesetzter Versiertheit entschlackt feierten. Leider bekam das dem Hit zugehörige Album nicht die Aufmerksamkeit, die es verdiente. Vielmehr die falsche. So hörten gerade die Freunde subversiver Klänge nicht, welches Potenzial, welche Energie und welch reduzierter Zitatenreichtum in dieser angeblichen Klamaukkapelle steckte. Rabiate Riffs, ein ironisches Spiel mit Romantik, einschlägigen Anglizismen, den Banalitäten des Lebens und der Sinn für das Wesentliche zeichnen eines der besten und heute noch frischesten Alben aus, das die NDW möglich gemacht hat.

Produzent: Klaus Voormann

Beste Tracks: „Sunday You Need Love Monday Be Alone“, „Los Paul“

Ist ja hochinteressant … Ausgerechnet das einzige Stück auf der LP, das nicht garagenmäßig klingt, „Sabine Sabine Sabine“, nahmen Trio bei sich zu Hause in Großenkneten mit einer Vierspur-Maschine auf. Auch sonst fiel die Produktion mit Beatles-Intimus Klaus Voormann eher preisgünstig aus – Kosten: 40.000 Mark.

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