Buffalo Springfield – Again

Erschienen: November 1967

Wie großartig die Buffalos waren, verdeutlichten seltsamerweise erst ihre Nachfolge-Bands, die Weltmeister der Harmonien werden sollten: Crosby, Stills, Nash & Young, Poco, Crazy Horse. 1967 aber zogen Neil Young und Stephen Stills es vor. sich in ihre Egos zu verkriechen und Buffalo Springfield zum Schlachtfeld musikalischer Vormachtsansprüche zu erklären. Die Band löste sich langsam in ihre Bestandteile auf und spielte dabei Stück für Stück ihr Meisterwerk ein. Zwei halbe Soloplatten, wenn man so will – Stephen Stills kratzt den Folk von der Wanderbühne weg und fährt mit schnarrender Gitarre in die nächste Rock’n’Roll-Kaschemme. Neil Young sucht Läuterung an sinfonischen Klagemauern, „Expecting To Fly“ bestreitet er fast im Alleingang mit Arrangeur Jack Nitzsche, Youngs Sechs-Minuten-Collage „Broken Arrow“ verbindet in einer surrealistischen Traum-Revue den Live-Donner der Band („Mr. Soul“) mit Jahrmarktsmusik und Pop-Pathos. Soweit ist keine der weltberühmten Nachfolger der Buffalos je gekommen.

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