„Alarmstufe Rot“: Grönemeyer hielt Rede auf Berliner Demo

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Unter dem Motto #alarmstuferot demonstrierte am Mittwoch die Veranstaltungswirtschaft u.a. auf den Straßen Berlins. Das Ziel: Auf ihre prekäre Lage im Rahmen der Covid-19-Pandemie aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck erhielt die Demonstration prominente Hilfe. Nachdem bereits bekannt war, dass Acts wie Die Toten Hosen oder Udo Lindenberg die Initiative unterstützen, trat Herbert Grönemeyer auf der Schlusskundgebung als Redner auf.

Grönemeyers Rede

In seiner Rede, die auf der Instagram-Seite der Initiative veröffentlicht wurde, ließ Grönemeyer keinen Zweifel daran, wie wesentlich sowohl Konzerte vor Publikum, als auch die Beschäftigung von Crew und Personal seien. „Die Zuschauer sind unser Adrenalin, unser Lebenssinn, unsere Lebensversicherung, und ich glaube, das ist umgekehrt genau so. Dazu brauchen wir, um wieder an- und aufzutreten, abertausende von helfenden Händen. Ohne die Menschen, die Crews, die Armadas von Technikern, Aufbauhelfern, Caterer, Toningenieuren, Roadies, Truckern, Busfahrern, Veranstaltern und Clubbesitzern sind wir Künstler hilf- und glanzlos“.

Grönemeyer erläutert Wichtigkeit der Branche

Bei seiner letzten Tournee, erklärte Grönemeyer weiter, war das Team 120 Personen groß. „Davon ein vielleicht Drittel festangestellt, die restlichen zwei Drittel selbstständige Kleinunternehmer mit eigenem Risiko. Ohne doppelten Boden oder irgendein Sicherheitsnetz“. Der Veranstaltungsbereich, so der Musiker, sei der sechsgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands, mit ungefähr einer Million Beschäftigten sowie 10.000 Acts. „Alleine der Rock’n’Roll-Bereich hat die Wirtschaftskraft wie ein Weltunternehmen wie Porsche“.

Unterstützung von den Toten Hosen

Zuvor hatten auch Die Toten Hosen zur Teilnahme an der Demo aufgerufen. „[D]ie Veranstaltungswirtschaft in Deutschland befindet sich in einer dramatischen Notlage. Die Einnahmen sind seit Monaten durch die Corona-Krise gleich Null, gleichzeitig kommt staatliche Unterstützung, die andere Branchen erhalten, bei den Betroffenen nicht an oder ist erst gar nicht vorgesehen“, schrieb die Band in einem Posting auf ihren sozialen Netzwerken.

„Tausende Unternehmen und Beschäftigte aus diesem Bereich haben sich unter dem Namen ‚Alarmstufe Rot‘ zusammengeschlossen und in den letzten Wochen vor den Landtagen mehrerer Bundesländer demonstriert. Am kommenden Mittwoch, dem 9. September, findet in Berlin nun die bundesweite Kundgebung statt, um die Bundesregierung zum Handeln zu bewegen“.

 


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