Apple will Streaming von aktuellen Kinofilmen bei iTunes anbieten

Apple ist auf der Suche nach exklusiven Inhalten. Und will aus diesem Grund Kinofilme bereits zwei Wochen nach deren Premiere zum Stream anbieten.

Apple möchte die reguläre Verwertungskette von Kinofilmen ändern. Während Neuerscheinungen noch im Kino laufen, sollen sie zukünftig bereits auf iTunes im Stream zur Verfügung stehen. Wie Bloomberg berichtet, befindet sich der Konzern in Verhandlung mit mehreren Filmstudios.

Der Report beruft sich auf Insider, die mit aktuellen Verhandlungen vertraut seien. Demnach möchte Apple Kinofilme bereits zwei Wochen nach deren Start in iTunes anbieten. Die Preise für pro Stream sollen dann zwischen 25 und 50 Dollar liegen. Und tatsächlich ist das nicht einmal wirklich teuer: Man rechne sich nur die Preise für einen Kinoabend mit der ganzen Familie aus.

Universal, Warner Bros und 21st Century Fox scheinen bei dem eventuell bevorstehenden Exklusiv-Geschäft Vorteile zu sehen. Die Studios sind bereits länger auf der Suche nach einer neuen Einnahmequelle im Heimkino-Bereich. Kinobetreiber dürften sich logischerweise dagegen aussprechen.

Konkurrenz für Netflix und Amazon

Napster-Gründer Sean Parker will Streaming und Kino gleichzeitig revolutionieren
iTunes würde mit den schnell verfügbaren Kinofilmen tatsächlich ein Konkurrent zu Streaming-Anbietern wie Netflix oder Amazon werden. Auf den deren Plattformen werden eigene Inhalte teuer produziert, um sich abzuheben. Apple würde durch einen geschickten Deal Spielfilme deutlich schneller anbieten können als alle anderen Dienste. In der Regel dauert es mehrere Monate, bis ein Film zur Leihe oder als Download angeboten wird. Offiziell bestätigen möchte Apple die Verhandlungen allerdings noch nicht.

Zuletzt hat Napster-Mitbegründer Sean Parker versucht, den Filmstudios und Kinoketten „Screening Room“ schmackhaft zu machen. Mit einer speziellen Box, die sich Kunden an den Fernseher anschließen können, wollte er Kinofilme direkt zum offiziellen Start für den heimischen Fernseher verfügbar machen. Sein Plan sah Beteiligung von Filmstudios und Gutscheine für bestimmte Kinoketten bei Kauf eines Films vor.

 

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