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Apple wurde ein Patent zur automatischen Song-Zensur zugesprochen

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Apple wurde ein Patent zu einer Technologie zugesprochen, mit dem der Konzern zukünftig bei seinen Streaming-Angeboten wie dem hauseigenen Radiosender Beats1 automatisch Schimpfwörter in Songs und Sprache zensieren lassen könnte. Bereits im September 2014 hatte Apple das Patent eingereicht – jetzt wurde es zugelassen.

Der Audio-Player kann ungewolltes Audio-Material während des Abspielens eines Audio-Streams identifizieren und entfernen. Ungewolltes Audio kann durch alternatives Audio ersetzt werden, wie zum Beispiel nicht-explizite Lyrics, ein ‚Beep‘ oder Stille. Metadaten werden dazu genutzt, um die Position von ungewolltem Audio innerhalb des Streams zu beschreiben und ermöglichen das Ersetzen von ungewollten Audio mit alternativem Audio“, heißt es in dem Patent. „Zusätzlich kann Echtzeit-Erkennung benutzt wurden, um während des Playbacks ungewolltes Audio zu erkennen.

Damit wäre Apple in der Lage, Songs, Hörbücher und Sprache nach vorher festgelegten Schimpfwörtern zu durchsuchen, und automatisch zu entfernen. Auf Beats1 bekommt der Zuhörer ohnehin schon lediglich die familienfreundlichen Versionen von Songs zu hören – mit dieser Technologie könnte Apple diese Philosophie auf das gesamte Streaming-Angebot ausweiten.

Das ist aber nur Spekulation: Ein angemeldetes Patent muss längst keine Markteinführung bedeuten. Es ist fraglich, ob Apple tatsächlich plant dieses Patent auch umzusetzen, und in welchem Umfang: Eine Auto-Zensur könnte auch als Feature für Eltern in die Kindersicherung der Apple-Produkte integriert werden und den Großteil der Nutzer überhaupt nicht betreffen. Außerdem bezieht sich das Patent konkret auf Streaming: Um Eure via iTunes gekauften Songs müsst Ihr Euch also keine Sorgen machen.


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