Attwenger: Hip und Hop im Dirndlrock

Hat der Hip Hop den Almauftrieb bekommen? Gibt es Punk in den Alpen? Oder haben ein paar Volksmusikanten einfach zuviel Wut im Bauch? Mit dem hochgelobten Debutalbum MOST sind zwei Heißsporne aus Linz wie Meteoriten in in die Schubladenschaft der Popmusik eingebrochen. Attwenger haben mit hinterfotzigen Obstler- und Mostgrooves die geschmähte Volksmusik von Bierbauchballast und Stammtischgeruch entschlackt. Mit den Vorurteilen gegenüber der „reaktionären Spießermusik“ haben Attwenger keine Probleme. „Mia san vo dahoam,“ beteuert Hans Peter Falkner ungerührt. Mit Wah-Wah-Pedal und Stakkatoläufen verkörpert der stets verschlafen dreinblickende Hansi so etwas wie den Jimi Hendrix des Volksmusik-Akkordeons. Markus Binder drischt dazu Hip-Hop-Breaks ins Schlagzeug. Die Ösis ,with Attitüde‘ setzen eiskalt eine Landlermelodie drauf: „Wir wollen den Schnittpunkt zwischen Punk und Volksmusik finden“, sagt Binder, „wobei ich mit Punk das freie Spiel ohne Vorgabe meine.“

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.